Grundlegende Gedanken

Wollen wir unseren Lebensstandard im Alter annähernd halten und dabei den steigenden finanziellen Bedarf decken, müssen nach Ansichten der Initiatoren sämtliche humanitäre, infrastrukturelle aber vor allem finanztechnische Möglichkeiten erschlossen und genützt werden. Wirtschaftsforscher sprechen Gesundheitsangeboten den größten Wachstumsmarkt des Jahrhunderts zu und prognostizieren Dienstleistungen in diesem als „Jobmotor“ nach der Wirtschaftskrise. Gegenläufig dazu dämpfen Horror szenerierte Berichterstattungen über Skandale in Heimen, Personalmangel, Unterbezahlung, die illegale 24 Stunden Pflege  oder die prognostizierte Unfinanzierbarkeit zukünftig notwendiger Dienstleistungen, die berufliche Attraktivität. Bisherige Versorgungsangebote wie das der Pflege und Betreuung unterliegen zunehmend der fortschreitenden Ökonomisierung des Sozialwesens aber auch den Kriterien des freien Wettbewerbes. Thematiken welche die Branche in ganz Europa ins Rampenlicht bringt.

Nach Ansicht der Initiatoren verursacht die gesteigerte Lebenserwartung erst sehr spät und zukünftig vielleicht sogar in einem prozentuell geringen Ausmaß auch eine Steigerung der körperlichen Pflegebedürftigkeit und eine damit verbundene Versorgungslücke.

Erheblich schwerwiegender wirkt sich die Singularisierung was nach dem österreichischen Jugend- und Familiensoziologen LEOPOLD ROSENMAYR eine "psychosoziale Vereinsamungstendenz" unserer Gesellschaft bedeutet und die damit einhergehende Versorgungsbedürftigkeit sprich die Notwendigkeit der Begleitung und Betreuung aus. Neben dem Bedarf an unterschiedlichsten Pflegeinstitutionen wächst dadurch vor allem generell die Nachfrage nach betreuenden und versorgenden Dienstleistungen. Zu verifizieren in welchem Ausmaß die Finanzierungslücke bei der Altersvorsorge der gesteigerten Lebenserwartung zuzuschreiben ist oder doch der Geisteshaltung eines zum großen Teil auf Materialismus und Jugend zentrierten Gesellschaftssystems zugrunde liegt, bleibt hinsichtlich des zukünftigen Finanzbedarfes und der Eigenverantwortung zur Durchführung präventiver Gesundheitsvorsorgen, ebenfalls nicht irrelevant. 

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